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Dimas Ameisenhaufen [Гозинаки]

21. Juni 2015

 

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Jedes Jahr zum Geburtstag meines Mannes am 24.02. gibt es seinen allerliebsten Kuchen. Zuerst hat seine Mutter ihn zubereitet, dann übernahm es irgendwann seine Oma und jetzt hab ich mich auch mal dran versucht. Es sollte eine Überraschung zum Vatertag werden. Ich muss dazu sagen dass ich kein Rezept hatte und es einfach mal frei Schnauze versucht habe. Konnte ja nichts passieren, Besuch stand auch nicht an sodass es auch zu keinem peinlichen Auftritt werden konnte.

 

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2 Dosen gezuckerte Kondensmilch | 100ml Milch | 100g Zucker | 300 - 400g Walnüsse (es können nicht zu viel sein) 250g Butter Zimmertemperatur | 750 - 800g Mehl | 1 Ei | 1TL Backpulver

1. Papier von den Kondensmilch Dosen entfernen und mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze 90 Minuten kochen.  So karamellisiert die Kondensmilch und es entsteht eine herrliche Karamellsoße. Mann kann auch bereits karamellisierte Kondensmilch kaufen, die schmeckt aber nicht so gut.

2. Für den Teig, Mehl mit Backpulver vermischen. Die Butter mit Hilfe einer Gabel mit dem Mehl verreiben. Mit ca. 700g anfangen und bei Bedarf mehr dazu geben. Der Teig sollte krümelig sein und eine parmesanähnliche Struktur ergeben.

3. Zucker und Ei mischen und dann die Milch zufügen.

4. Butterteig und Milchteig miteinander vermengen. Erst mit der Gabel dann mit den Händen ordentlich mischen und durchkneten. Der Teig sollte sich wie Knetmasse anfühlen. Wenn er zu weich ist dann einfach noch etwas Mehl dazu kneten.

5. Teig in vier gleichgroße Kugeln teilen, in Frischhaltefolie wickeln  und für ca. 45 Minuten in die Tiefkühltruhe legen. Nicht länger, da der Teig sonst zu hart wird.

6. Nach 45 Minuten den Teig rausholen, die Folie entfernen und Ihn auf einer groben Reibe zu Krümeln reiben. Krümel auf dem gesamten Backblech verteilen. Insgesamt vier Bleche! Immer zwei Bleche gleichzeitig bei 150° Grad Umluft, für 15 Minuten backen. Es geht sehr schnell und man sollte den Teig im Auge behalten.

7. Den gebackenen Teig nun so zerkleinern dass Krümel entstehen. Nicht zu fein! Nüsse mittelgroß hacken. Beides miteinander vermengen und die gekochte und etwas abgekühlte Kondensmilch untermischen.

8. Jetzt entweder einen großen oder zwei kleinere Ameisenhaufen formen. Mit den Händen geht´s am einfachsten. Fertig ist der Ameisenhaufen. Dazu trinkt man am besten einen schwarzen Tee ohne Zucker. Den süß genug ist der Kuchen allemal.

 

Ich habe das erste mal mit Lia zusammen gebacken und es hat uns beiden so viel Spaß gemacht. Meinem Liebsten hat es geschmeckt und Lia und ich haben uns gefreut das er gelungen war. Dafür das wir zwei Backhasen keine Rezept hatten sind wir Omas Kuchen schon recht nah gekommen. Im nachhinein habe ich auch erfahren dass die Hälfte der Teigmasse mit Kakao angerührt wird. Das nächste Mal werden wir es dann so probieren. Es ist ein simples und schnelles Kuchenrezept und schmeckt einfach klasse. Und alle Nussliebhaber werden begeistert sein.

Liebe Grüße und viel Spaß beim nachbacken.

Umzug mit gemischten Gefühlen

14. Juni 2015

 

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Alles ändert sich! Neuer Blog, neue Themen und für unsere kleine Familie auch noch eine neue Wohnung in einer neuen Stadt. Naja neu ist die Stadt für uns jetzt nicht. Vor knapp acht Jahren haben wir der bezaubernden Kleinstadt Erkelenz den Rücken gekehrt und sind nach Mönchengladbach gezogen und nun geht es wieder zurück. Quasi in die Heimat. Einfach war die Entscheidung nicht aber die Vorteile überwiegen einfach die Nachteile. Die Arbeit meines Mannes ist da und meine gesamte Familie. Das bedeutet für uns drei einfach mehr Freizeit und Familienzeit. Der Arbeitsweg meines Mannes reduziert sich quasi auf fünf Minuten und er kommt zu Mittag immer nach Hause. Lia sieht ihren Papa und die gesamte Familie mehr. Die Oma freut sich da ganz besonders.

Während in bei uns gerade das Chaos regiert, nimmt unsere neue Wohnung langsam Form an und die Handwerker sind in den letzten Zügen. Die Maler werden hoffentlich diese Woche fertig. Die Sanitäranlagen und Türen müssen auch noch rein und dann ist es auch schon geschafft. Wir freuen uns schon so unglaublich auf die Wohnung denn endlich haben wir einen Garten für unsere kleine Prinzessin.

Ausmisten war bzw. ist immer noch angesagt. Das Ausmisten ist mir unerwartet schwer gefallen. An vielen Sachen hängen Erinnerungen und es ist nicht einfach sich davon zu trennen. Dazu habe ich nur zwei Tipps:

Nicht alles auf einmal bzw. an einem Tag. Ich habe mir immer nur einen Schrank pro Tag vorgenommen. Die Erfahrung zeigt dass man schnell entmutigt ist wenn man sich zu viel an einem Tag vornimmt.

Kopf ausschalten! Es ist doch so dass wir uns sehr schwer von Dingen trennen weil wir es mit irgendeinem Erlebnis bzw. Gefühl verbinden. Ich bin da ein ganz besonders schlimmes Exemplar. Ich kann minutenlang dasitzen und überlegen ob ich mich nun trennen kann oder nicht und in den meisten Fällen führte es dazu dass ich die Dinge behalten habe. Jetzt nicht mehr! Man sollte sich also  fragen ob es für die Erinnerung wirklich notwendig ist den Gegenstand zu behalten. Davon mal abgesehen dass er sowieso wieder in irgendeinem Schrank verschwindet.

Die Wohnzimmerschränke sind jetzt leer, der Kleiderschrank wurde ordentlich ausgemistet und vieles was nicht mehr getragen wird, in die Altkleider gegeben. Alles was nicht mehr benötigt wurde und nur Platz geraubt hat wurde verkauft, verschenkt oder weggeworfen. In Lias Zimmer stapeln sich so langsam die Umzugskartons und alles ist irgendwie chaotisch. Viele Möbel die wir nicht mitnehmen können, konnten wir auch noch rechtzeitig verkaufen. Meine größte Sorge war unsere Küche, die glücklicherweise von den Nachmietern übernommen wurde und somit in ihrem Zuhause bleiben darf. Alles worüber ich mir so Gedanken gemacht habe, hat sich mittlerweile geregelt und es bleibt nur noch zu packen und auszuziehen.

Ehrlicherweise muss ich sagen dass es mir sehr schwer fällt unsere Wohnung aufzugeben. Hier haben wir uns immer sehr wohl gefühlt und sehr gerne gewohnt. Einziges Manko ist einfach der fehlende Garten. Für uns war´s nicht so schlimm aber jetzt mit Lia ist es doch schon wichtig. Und so sehr ich es auch vermissen werde hier zu Wohnen und meinen täglichen Spaziergang durch den Wald zu machen, kann ich es kaum abwarten unser neues Zuhause einzurichten und es mit Leben, Liebe und Kinderlachen zu füllen.

Ich freu  mich drauf wenn Ihr mich auf dem Weg ins neue Zuhause und natürlich darüberhinaus begleitet.

Liebe Grüße und eine wundervolle Woche